Die Prüfung ist geschafft – ein Meilenstein auf deinem Weg als Heilpraktiker für Psychotherapie oder als „großer“ Heilpraktiker. Falls du deine schriftliche Prüfung schon bestanden hast, aber noch nicht zur mündlichen Überprüfung antreten konntest: Ich drücke dir weiterhin die Daumen! Für alle, die ihre Zulassung bereits in der Tasche haben, stellt sich nun die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Welche Schritte sind wichtig, um die eigene Praxis erfolgreich aufzubauen? Dieser Beitrag zeigt dir, wie du nach der bestandenen Prüfung Schritt für Schritt deine Existenzgründung angehst.
1. Kläre dein Angebot
Bevor du deine Praxis eröffnest, solltest du für dich klar haben:
– Mit welchen Themen möchtest du arbeiten?
– Wen willst du ansprechen (Zielgruppe)?
– Welche Methoden setzt du ein?
Eine klare Ausrichtung spart dir später Umwege und sorgt dafür, dass Klienten dich sofort verstehen.
2. Räume als Teil deines Marketings
Praxisräume sind nicht nur organisatorisch wichtig – sie sind Teil deines Marketings. Schon beim ersten Besuch entscheiden Klienten unbewusst, ob sie sich bei dir wohlfühlen. Achte auf Details:
- Lage & Erreichbarkeit: Gute Anbindung, Parkplätze, kein Labyrinth aus Tiefgaragen – besonders wichtig bei Klienten mit Angstthemen.
- Atmosphäre: Farben, Einrichtung, Licht – sie sollten zu dir und deinen Angeboten passen.
- Abstimmung: Räume spiegeln deine Haltung wider: eher ruhig & zurückhaltend, oder vital & aktivierend?
So werden deine Räume ein Teil deines Außenauftritts – und damit ein unterschätztes Marketinginstrument.
3. Website & Online-Auftritt
Deine Website ist dein wichtigstes Werkzeug für den Start. Starte nicht „halbfertig“, sondern mit einem Minimum an Professionalität, das Vertrauen schafft:
- Oben sofort sichtbar: Für wen arbeitest du, wobei hilfst du, wie erreicht man dich?
- Klare Leistungen – keine langen Methodenlisten, sondern 2–4 Schwerpunkte mit Nutzen.
- Vertrauenssignale: seriöses Foto, kurze Vorstellung, klare Kontaktmöglichkeit.
- Lokale Auffindbarkeit: Google-Unternehmensprofil anlegen und pflegen.
Von hier aus kannst du Schritt für Schritt ausbauen: Blog, Praxisinfos, Social Media, Kooperationen.
4. Netzwerke & Kooperationen aufbauen
Am Anfang helfen Kontakte zu Ärzten, Heilpraktikern, Psychotherapeuten oder Coaches in deiner Region. Kooperationen erhöhen deine Sichtbarkeit, Supervision und Austauschgruppen geben Sicherheit und fachliche Stärke.
5. Deine persönliche Präsenz
Marketing bedeutet auch, dich selbst sichtbar zu machen – mit Klarheit, Haltung und einer Sprache, die zu dir passt. Wer deine Website oder Praxis betritt, sollte spüren, dass alles stimmig ist. Authentizität und Konsistenz sind entscheidender als „laut sein“.
Fazit
Die bestandene Prüfung ist nicht das Ziel, sondern der Startpunkt. Mit klarer Position, passenden Räumen, einem professionellen Online-Auftritt und klugen Kooperationen baust du Schritt für Schritt eine Praxis auf, die dich trägt – und die für deine Klienten stimmig wirkt.
FAQ – Häufige Fragen
Wie wichtig sind Praxisräume für das Marketing?
Sehr wichtig. Räume sind Teil deiner Botschaft. Lage, Erreichbarkeit, Farben und Atmosphäre transportieren, wofür du stehst – und wirken direkt auf deine Zielgruppe.
Wie finde ich die richtige Domain für den Start?
Eine neutrale Domain (z. B. dein Name) ist flexibel und kann später leicht weiterentwickelt werden. Praxis-Domains sind möglich, aber plane Kontinuität mit ein.
Wie schaffe ich es, dass meine Website direkt professionell wirkt?
Klare Botschaft, seriöses Foto, strukturierte Leistungen, Kontakt sichtbar. Lieber wenige Seiten gut, als viele halbfertig. Qualität baut Vertrauen.
Wie kann ich meine Sichtbarkeit nach dem Start steigern?
Blogartikel mit Fachimpulsen, Google-Unternehmensprofil, regionale Kooperationen und Social Media – wähle, was zu dir passt, und baue schrittweise aus.

